Terminrückschau
Ökumene feiert Gottesdienst im Schlosshof
Die "Ökumene vor Ort" wird in Ludwigsburg seit Jahrzehnten groß geschrieben. Dieses gewachsene gute Miteinander bewährte sich auch beim ökumenischen Gottesdienst, mit dem die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) die seit einigen Jahren die Aktivitäten koordiniert, einen Beitrag zum Schlossjubiläum leisten wollte.

Gemeinsam hatten Katholiken und Protestanten, Altkatholiken, Methodisten und Baptisten, Griechisch- und Syrisch-Orthodoxe am Sonntagabend in den Schlosshof geladen. So viele waren der Einladung gefolgt, dass Sitzplätze im weiten Rund Mangelware waren, als der Posaunenchor des Bezirks unter Leitung von Gunter Schaible sowie Beate Schütz (Flöte), Hans Martin Sauter (Oboe) und Martin Kaleschke (Keyboard) den Gottesdienst musikalisch eröffneten.

Natürlich bildete das Schloss den Rahmen und zugleich das Thema. Freilich fiel es nicht leicht, diesem Wahrzeichen absolutistischer Königsmacht, höfischer Prachtentfaltung und damit verbundener Verschwendung und Unterdrückung erbauliche Züge abzugewinnen. Pfarrer Georg Schützler lud in einer meditativen Fantasiereise dazu ein, "das Schloss in sich" zu entdecken. Therapeutin Lioba Burg-Traber und Dekan Hans Frieder Rabus spürten in ihrer Predigt den psychologischen Aspekten des Schlossbaus nach.

Es wurde vorgeschlagen, den vorgegebenen Rahmen als Ort des Feierns und der Begegnung im Zeichen der Liebe zu nutzen. In den Gebeten wurde daran erinnert, dass in Ludwigsburg gerade der Schlossbau Ausländer und Einheimische zu gemeinsamer Arbeit zusammengeführt hat.

Dass solches friedliches Miteinander auch heute möglich ist, zeigte das Fest nach dem Gottesdienst, bei dem sich verschiedene Konfessionen und Nationalitäten als Gastgeber präsentierten.